HL. GEIST KAPELLE SIEGENBURG

Geschichtlicher Überblick

Die "Hl. Geist-Kapelle" wird der Raum auf Nordseite (beim Turm)
bezeichnet, der dort an das Presbyterium seit 1894 angebaut ist!
Er ist 6,10 m x 5,75 m im Grundriss mit einer Höhe von ca. 5,0m.
Nach aufwändiger Renovierung steht nun seit Ende April 2016
unsere „Hl. Geist-Kapelle“ für Andachten, Rosenkranzgebete,
Werktagmessen, Anbetungen, Feiern im engsten Angehörigen-
kreis sowie den Friedensgebeten, Meditationen u. Betrachtungen
zur Verfügung. 25 Beter/-innen finden darin bequem Platz,
ebenso auch der liturgische Dienst!
Zur Namensgebung: Der Raum war von aller Anfang, d. h. ab
1894 als Taufkapelle vorgesehen; Taufen wurden bis in die
90-er Jahre des 20.Jh. darin abgehalten. Das christliche Sym-
bol für die Taufe und den Hl. Geist ist die in den "Himmel
aufsteigende Taube"! Der Raum wurde nicht nur in Erinnerung
an die ehemalige Bestimmung auf diesen Namen getauft, sondern
vor allem im Vertrauen darauf, dass all die neuen Nutzungen
sämtlich mit dem Hl. Geist zu tun haben!

Der Raum hat eine bewegte Geschichte hinter sich und wie es
scheint, nun endlich auch seinen eigentlichen Zweck in heutiger
Zeit gefunden. Sie können die Entstehung bis zum heutigen Tag
in der PDF-Datei unten genauer nachlesen. Für den schnellen
Leser nun stichpunktartig dazu folgende Informationen:
-1894 erbaut und konsekriert gemeinsam mit der Kirche
-bis in die 70-er Jahre d. 20. Jh. benutzt als "Taufkapelle"
-in den 60-er Jahren wurde die Raumausmalung überkalkt
-in 1985 Einbau einer Fußbodenheizung mit Speicheröfen
-in 1986 Wiederherstellung der ursprüngl. Raumausmalung
nun Nutzung als Werktag- und Kindergottesdienst-Raum
-ab 1994 seltene Nutzung wegen Rückstellung v. Inventar-
teilen in den Hauptraum im Zuge der Generalinstandsetzung
-Ab 2011 Frühschicht-Andachten zur Fastenzeit und Taizé–
Gebetsraum. Feuchteschäden nehmen zu, defekte Heizung
-ab 2014 ohne Nutzung, Raum wird zunehmend Abstellraum
-Herbst 2015 Überlegungen zu Neunutzungen mit zeitge-
mäßem Inventar, Neuanschaffung Bestuhlung u. Kniebänke
-April 2016 Restaurierung des Raumes/Inventar beendet.
Die Öffnungszeiten der Hl. Geist-Kapelle entnehmen Sie bitte
immer dem aktuellen Pfarrbrief! Lassen Sie sich einfangen von
der Raumstimmung; hier können Sie mit Gott auf besondere
Weise in Dialog treten.

Innenraum

Erster Blick in den Raum nach Osten zu
Der Raum ist malerisch aufwändig gestaltet in den Hauptfarb-
stimmungen Ocker-Braunrot mit blauen Akzenten. Die Sockel-
Marmorierung ist aufgeteilt in je 3 große Felder, die über einem
braunolivfarbenen Basisstreifen zu liegen kommen. Auf
Fensterbrüstungshöhe verläuft rundum ein Rankenornament-
Fries Die Buntglasfenster sind mittig zentriert darüber einge-
setzt. Sie stammen aus der Vorgängerkirche. An der Ostwand
werden sie flankiert von den beiden ehem. Seitenaltarbildern,
ebenfalls aus der Vorgängerkirche stammend, "Maria vom
Berge Karmel" und den "Hl. Sebastian" darstellend. Mittig
auf gleicher Höhe angebracht eine Wandkreuz aus dem
Ende des 19. Jh., direkt oberhalb dem Tabernakel, der sich
im mittlerem Feld befindet. In der rechten Ecke die Kredenz
und der Priestersitz, links die "Schmerzhafte Mutter-Gottes"
auf einem Postamentsockel der variabel gestaltet ist mit
einem klassizistischen Silberleuchter in Assistenz,! Vor
der Wand ein schlichter Altartisch in Eiche-Naturholz mit
Ornamentschnitzerei und Kreuzrotunde, begleitet
von zwei klassizistischen Silberleuchtern, daneben gegen
Westen zu der Ambo eine neuzeitliche Schreinerarbeit.
Die Bestuhlung ist neu als bequeme Sitzmöglichkeit, eine
klappbare Kniebank integriert, ebenso eine Armablage und
die Möglichkeit das Gesangbuch/Gotteslob zu deponieren.
An der Westwand oberhalb der Sockelmarmorierung hängt
das ehemalige Hochaltarbild der Vorgängerkirche flankiert
von zwei Putti, Die Ostwand ziert ein stark nachgedunkeltes
Leinwandbild "Christus am Ölberg". Das gesamte Kunst-
Inventar ist alarmgesichert!
 

Raumelemente

Der Plafond
Der Hl. Geist in Form einer weißen Taube vor einem goldenen
Strahlenkranz kommt mitten in einem Vierpassrahmen zu liegen.
Der Übergang von Wand zur Decke erfolgt über zwei Rahmen-
stuckprofile und einer mit Rankenwerk bemalten Hohlkehle.
Die Binnenfläche des Vierpassrahmens versinnbildlicht den durch
Strahlen unterbrochenen Blick zum Himmel. Die 4 Quartiere sind in
hellem Ocker gehalten und eingefasst durch in Altrosa gestaltete
Rahmung; in den Ecken stilisierte Rankenmalerei.
Bild rechts 4: Sicht zur stuckierten Decke

Der Tabernakel
Wegen der Absicht, auch Anbetungen abzuhalten, konnte der aus
Siegenburg stammende Pfarrer i. R. und Künstler Robert Hegele
für den Entwurf zu einem nun notwendig gewordenen Tabernakel
mit Bronzerelief-Türen gewonnen werden, welcher dann auch
als gefasste Kunstschmiedearbeit von Günther Huber aus Train
und der Fa. Ertlmeier aus Siegenburg umgesetzt und nun zum
zentralen Blickfang geworden ist. Die Bronze-Reliefs mit den
Themen "Fußwaschung" und "Emmaus" zieren nun die Taber-
nakeltüren, welche, wie der Corpus, in Silber gehalten sind,
eingebettet in eine strahlenförmig gehämmerte und vergoldete
Sonnenschale, welche das einfallende Licht merklich fokussiert!
Die Türen sind vollkommen zu öffnen für Anbetungen. Durch
eine großherzige Stiftung wurde dazu eine passende
Schaumonstranz ermöglicht.
Bild rechts 5: Detail-Aufnahme des Tabernakels a. d. Ostwand

Die Tabernakel-Reliefs
Die Reliefs sind eine moderne und zeitgemäße Interpretation der
beiden Bibelstellen. Pf. i. R. Robert Hegele, der sie geschaffen
hat, hat dazu eine Meditation verfasst, die Sie, wenn Sie das gerne
möchten auch downloaden können per nachfolgenden Button.
Bei den nächsten Gebetsterminen können Sie sie dann noch
mehr verinnerlichen.

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