JOSEFI-SERIE TEIL 3 I Gespräch mit Josefa Kaindl

Aktualisiert: Mai 2



Josefa Kaindl wurde 1947 zu Kriegsende in Siegenburg geboren und wuchs hier zusammen mit ihren zwei jüngeren Schwestern auf.Die Mutter hieß Josefa und der Bruder der Mutter Josef. Und so wurde der Name der Mutter von den Eltern an ihre Tochter weitergegeben. Sie erinnert sich, dass der Josefi-Tag ein großer Feiertag war, der mit einem festlichen Gottesdienst begangen wurde. Die Schule war damals noch neben der Kirche und statt Religionsunterricht im Klassenzimmer mit Benefiziat Pauli, wurden in der Pfarrkirche die Heiligen gelernt. Auch die Kommunionvorbereitung übernahm der Benefiziat und spendete die Erstkommunion, erinnert sich Frau Kaindl. Bei Pfarrer Blabmeier hatte sie dann ab den höheren Klassen Religionsunterricht. Damals fand auch zweimal in der Woche eine Kinderkirche statt, immer dienstags und freitags vor der Schule. In der Adventszeit wurde

jeden Tag um 7 Uhr vor Schulbeginn das Engelamt gefeiert, weiß Frau Kaindl.

In der Klasse von Frau Kaindl war kein Josef, aber in den Jahrgängen davor und danach waren einige. Der Namenstag hatte früher eine größere Bedeutung als der Geburtstag und wurde in den Familien groß gefeiert. Zu Hause gab es selbst gebackenen Kuchen, oder es wurde bei der Konditorei Kornprobst in der Herrenstraße eingekauft. Frau Kaindl überlegt und dann fällt ihr noch der Name des besonderen Kuchens ein: „Mongbrot“ (der Teig war unten dunkel mit Schokolade und oben hell), eine Schnitte kostete 5 Pfennig.

Bild: „Hl.-Josef-Fenster“ in der Siegenburger Seitenkapelle „Heilig-Geist“. Im Jahr 1877 wurde das Fenster neu in die damalige Siegenburger Pfarrkirche eingebaut. Stifter waren Joseph und Josepha Jehl. Vor dem Abbruch des Alten Kirchenschiffes 1894/1895 wurde das Fenster ausgebaut und in die Öffnung der neuerbauten „Taufkapelle“ eingesetzt.

Bericht: Eine Aktion des Gesamt-Pfarrgemeinderates Siegenburg-Train-Niederumelsdorf