JOSEFI-SERIE TEIL 2 I Gespräch mit Josef Mayer

Aktualisiert: Mai 2



Josef Mayer wurde 1955 in Niederumelsdorf geboren. Hier ist er gemeinsam mit seiner älteren Schwester aufgewachsen. Auf die Frage wie er zu seinem Namen kam, erzählt er uns, dass sein Vater und sein Uropa ebenfalls Josef hießen und es früher gang und gäbe war, den Namen in der Familie weiterzugeben. Da Josef Mayer am 19. März geboren ist, wird Geburtstag und Namenstag im Hause Mayer zusammen gefeiert. Der Schwiegervater von Herrn Mayer hieß auch Josef und die beiden feierten den Tag gerne gemeinsam.

Früher hatte der Namenstag eine größere Bedeutung als der Geburtstag, so Herr Mayer. Er erzählt uns, dass zu seiner Schulzeit der Josefi-Tag noch ein Feiertag war, an dem groß gefeiert wurde mit einem festlichen Gottesdienst. Er erinnert sich, dass zwei Josefs in seinem Jahrgang in der Klasse waren und sie in der Adventszeit jeden Tag vor Schulbeginn das Engelamt besucht haben. Herr Mayer ging sechs Jahre in Niederumelsdorf zur Schule, bevor er dann in den Schulverband nach Train wechselte. Mayers Jahrgang 1955 war übrigens der letzte 9. Jahrgang an der alten Siegenburger Schule bevor diese abgerissen wurde.

Josef Mayer mag seinen Namenspatron gerne. Josef sei ein guter Heiliger, ist Herr Mayer überzeugt. Von seinem Onkel, dem Bruder seiner Mutter, der Holzschnitzer war, hat Herr Mayer eine Figur vom heiligen Josef geschenkt bekommen. Diese steht in einer dafür eigens gemauerten Nische im Hausflur. In der Pfarrkirche Niederumelsdorf ist der heilige Josef am rechten Seitenaltar in ruhigem Kontrapost mit schwungvoll arrangierter biblischer Gewandung dargestellt. Die Linke verweilt im Zeigegestus, die Rechte hält einen blühenden Lilienstengel (aus Metall). Die Lilie ist neben dem Winkelmaß (siehe Josefi-Serie Teil 1 im März-Pfarrbrief) ein weiteres Attribut des heiligen Josef. Sie steht für die Keuschheit des Heiligen. Der Künstler der Figur ist nicht bekannt, jedoch lässt sie sich um das Jahr 1900 datieren.

Herr Mayer weiß, dass die Figur des heiligen Josef einmal im Jahr ihren Platz in der Pfarrkirche verlässt! An Weih-nachten nämlich wird sie vom Mesner zur Krippe gestellt, zusammen mit Maria und dem Jesuskind.

Wir danken Herrn Mayer für seine „Josefs-Erinnerungen“.


(Bericht: Eine Aktion des Gesamt-Pfarrgemeinderates Siegenburg-Train-Niederumelsdorf)


Gebet zum heiligen Josef

Heiliger Josef,

du hast nicht viele Worte gemacht.

Als Handwerker warst du ein Mann der Tat.

In der Gefahr hast du Maria und ihr Kind nicht verlassen.

Deine Arbeitskraft hast du eingesetzt,

um für Maria und Jesus zu sorgen.

Hilf uns, dass wir nach deinem Vorbild

unsere Fähigkeiten da einsetzen,

wo sie gebraucht werden.

Gib, dass wir uns von den Problemen dieser Welt nicht entmutigen lassen,

sondern da anpacken, wo eine helfende Hand benötigt wird.

Amen.